Matsch und Stau in der Eifel: Chaos nach Rock am Ring
Nach dem dreitägigen Festival Rock am Ring stellen sich viele Besucher der Herausforderung der Abreise. Matsch und Stau könnten zum Problem werden. Dürfen wir uns auf ein kreatives Chaos einstellen?
Nach drei Tagen voller Musik und Geselligkeit ist das Rock am Ring-Festival in der Eifel zu Ende gegangen. Während die Fans in den letzten Tagen ausgelassen feierten, steht nun die Abreise an – und die könnte sich als eine echte Herausforderung entpuppen. Matsch und Stau sind die Schreckgespenster, die viele Besucher mit einem mulmigen Gefühl im Magen zurücklassen.
Die Wettervorhersage hatte es schon angedeutet: Regen in der Eifel. Das sorgte für einen nassen Untergrund und verhalf dem Festival zu einem besonders erdigen Flair. Für die einen war es Teil des Abenteuers, für die anderen eine unangenehme Nebenwirkung. Die Feuerzeuge, die zur Musik in die Luft gehalten wurden, mussten sich nun gegen einen schaurigen Matsch behaupten. Und während die Bands auf der Bühne den absoluten Nirvana versprachen, hatten viele der Festivalbesucher wohl eher an das eigene Nirwana der abenteuerlichen Heimreise gedacht.
Die Abreise von Rock am Ring ist traditionell ein logistisches Meisterwerk in der Rubrik "schön, dass wir darüber gesprochen haben". Dieses Jahr könnte sich dies allerdings in ein kreatives Chaos verwandeln. Überfüllte Parkplätze und Schlamm, der die Reifen fast hypnotisch festhält, erwarteten die Festivalbesucher. Und während man in einem Stau sitzt, könnte man sich auch fragen: Ist das hier eine Konzertfahrt oder eine Odyssee durch die Unterwelt? So mancher wird sich spätestens beim Kochen im Auto eingestehen müssen, dass der echte Rock'n'Roll in der Geduld besteht, die man aufbringt, um aus diesem Schlammassel herauszukommen.
Das große Fragezeichen steht über den Verkehrsströmen. Die An- und Abreise ist nicht nur für die Festivalbesucher selbst eine Herausforderung, sondern auch für die Anwohner. Diese müssen sich nicht nur mit Lärm, sondern auch mit einem ganz besonderen Transportproblem auseinandersetzen. Wenn der gesamte Verkehr sich in die engen Straßen der Eifel drängt, gibt das schon mal Anlass zur Sorge. Sind sie auf eine Wanderung in die nächste Stadt besser vorbereitet als die Festivalbesucher? An deren Schicksal kann man sich über die Social-Media-Kanäle durchaus erfreuen – zu sehen, wie die müden, matschigen Festivalgäste versuchen, ihre Autos freizubekommen, bietet einen gewissen Unterhaltungswert. Manchmal ist das Leben ja ein wenig wie ein Musikvideo, nur mit weniger Glamour und mehr Gummi.
Für ältere Festivalbesucher gibt es zusätzliche Möglichkeiten, die Abreise etwas zu erleichtern. Shuttle-Services, die von den Veranstaltern angeboten werden, haben sich als wahrer Segen herausgestellt. Diese Busse transportieren die Leute nicht nur sicher, sondern auch in einem gewissen Komfort, der in solchen Momenten Gold wert sein kann. Ein wahrer „Gummibärchen-Service“ für diejenigen, die sich den Matsch nicht antun wollen. Außerdem kann man sich über die Organisation von Fahrgemeinschaften unterhalten. Vielleicht entpuppt sich die Abreise ja als Gelegenheit, neue Bekanntschaften zu schließen – sei es beim Schaufeln von Schlamm oder beim gemeinsamen Warten im Stau. Wer hätte gedacht, dass man hier die wahre Bedeutung von „Warten auf den nächsten Hit“ entdeckt?
Die Frage bleibt, wie nachhaltig diese Lösung ist. Die Festivalbesucher, die das Auto bevorzugen, tragen zur Verstopfung der Straßen bei und das erhöht die CO2-Bilanz. Ein interessanter Ansatz könnte sein, dass die nächsten Rock am Ring-Veranstaltungen ein umweltfreundlicheres Konzept umsetzen. Möglicherweise sollten wir die Parkplatzsituation überdenken und mehr Plätze für umweltfreundliche Verkehrsmittel schaffen. Der Gedanke, dass man die Festivalbesucher nicht nur mit der Musik, sondern auch mit einem entsprechenden Verkehrskonzept erfreuen könnte, ist ja nicht ganz abwegig.
Die Abreise vom Rock am Ring wird also zu einem Test für die Geduld und den Erfindungsgeist der Festivalbesucher. Mit einem zwinkernden Auge auf die Matschlandschaft und einem schmunzelnden Gedanken an die Stau-Geschichten könnte die Heimfahrt durchaus zur eigenen kleinen Rockgeschichte werden. Man muss nur das richtige Tempo finden, um nicht im Staub der Erinnerung zu verschwinden. Wenn das Leben mit einem Rockfest gleichzusetzen ist, dann könnte man sagen, dass der wahre Auftritt nach dem Auftritt beginnt – beim Versuch, den Festival-Schlamm hinter sich zu lassen.
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